Sonnenaufgang & Sonnenverlauf



Sonnenaufgang

Wie alle Himmelskörper geht die Sonne im Osten auf. Wobei das "Aufgehen" eher bildlich gemeint ist, denn als Fixstern bewegt sich die Sonne nicht. Die Erde hingegen ist ständig in Bewegung und innerhalb von 24 Stunden dreht sie sich einmal um sich selbst. Daher dreht sie sich zwangsläufig auch morgens der Sonne zu - die Sonne geht auf. Im Laufe des Tages dreht sich die Erde in ihrer Rotationsbewegung weiter, so dass die Sonne in einem scheinbaren Halbkreis am Himmel aufsteigt. Sie steigt bis zum Mittag immer höher und hat um 12 Uhr (bei Sommerzeit um 13 Uhr) ihren Höchststand erreicht. Ab dann sinkt die Sonne und geht abends im Westen wieder unter.

Die Zeit, welche die Sonne braucht um aufzugehen, über den Himmel zu ziehen und anschließend wieder unterzugehen nennt man Sonnentag.

Sonnenverlauf

Der Sonnenverlauf geht also von Osten nach Westen. Das liegt daran, dass sich die Erde von Westen nach Osten dreht und somit Sonne, Mond und Sterne im Osten aufgehen. Je nach Erdhalbkugel nimmt sie dann ihren Verlauf über den Süden oder den Norden. Anhand der Äquatorlinie lässt sich die Erde in zwei Hälften teilen: die Nordhalbkugel und die Südhalbkugel. Diese Wendekreise, die streng genommen 23 Grad Abstand zum Äquator haben, sind gedachte Ringe um die Erde. Sie sind wichtig für den Tagesverlauf der Sonne. Denn der Merkspruch "Im Osten geht die Sonne auf, im Süden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergehen, im Norden ist sie nie zu sehen" gilt nur für die Nordhalbkugel. An Orten, die im nördlichen Wendekreis liegen, ist die Sonne im Norden nicht zu sehen. Orte und Städte, die im südlichen Wendekreis liegen bzw. auf der Südhalbkugel hingegen werden die Sonne nie im Süden sehen. Daher gilt für die Südhalbkugel eine abgewandelte Form des eben genannten Merkspruches: "Im Osten geht die Sonne auf, im Norden ist ihr Mittagslauf, im Westen wird sie untergehen, im Süden ist sie nie zu sehen"

Tag und Nacht

Je nachdem, welche Seite der Sonne zugewandt ist herrscht Tag bzw. Nacht. Die der Sonne abgewandte Seite liegt im Kernschatten der Sonne. Dort ist es dunkel und daher Nacht. Die andere Erdseite, die folglich der Sonne zugewandt ist, ist von der Sonne beleuchtet - es herrscht Tag. Durch die Drehung der Erde entstehen so Tag und Nacht im Zusammenspiel mit der Sonne.

Tag und Nacht im Sonnenverlauf
Tag und Nacht im Sonnenverlauf

Sommersonnenwende und Wintersonnenwende

Es gibt jedoch auch Orte und Zeiten auf der Erde, an denen zumindest zeitweise der Rhythmus Tag «-» Nacht nicht existiert. Diese Orte heißen Polarkreise und die Zeiten sind die Sommersonnenwende und die Wintersonnenwende. Aufgrund der Lichtbrechung in der Atmosphäre geht dort einen ganzen Tag lang die Sonne nicht unter bzw. einen Tag lang nicht auf.

Am Polarkreis geht am Tag der Sommersonnenwende die Sonne nicht unter. Diese Sonne wird daher auch Mitternachtssonne genannt. Auf der Nordhalbkugel fällt dieser Tag meistens auf den 21. Juni, auf der Südhalbkugel auf den 21. oder 22. Dezember. Das Gegenstück zur Sommersonnenwende ist die Wintersonnenwende. An diesem Tag geht die Sonne einen Tag lang nicht auf. Es ist demnach den ganzen Tag mehr oder weniger dunkel. Die Wintersonnenwende findet immer dann statt, wenn auf einer Erdhalbkugel die Sommersonnenwende ist.